Dynamo entscheidet Viertelfinale auf dem Rasen

Im Viertelfinale des FDGB-Pokals 2013/14 hat sich die SG Dynamo Dresden mit einem 2:0 gegen den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach durchgesetzt. In einer guten ersten Hälfte legten die Schwarz-Gelben mit frischer Offensivkraft den Grundstein für dieses Ergebnis. Adam Susac (24.) und Zlatko Dedic (45.) trafen jeweils per Kopf ins Gladbacher Tor.

Cheftrainer Olaf Janßen schickte bei seinem Debüt ein 4-4-2 ins Rennen. Im Tor begann Benny Kirsten, davor die beiden Innenverteidiger Romain Brégerie (C) und Adam Susac. Komplettiert wurde die Abwehrreihe von Cheikh Gueye und Sebastian Schuppan. Auf der Doppel-Sechs agierten Christoph Menz und Marco Hartmann, auf den Außen rotierten Idir Ouali und Robert Koch. Tobias Müller und Zlatko Dedic auf der Doppelspitze spielten ihren Part sehr variabel, wichen häufig auf die Bahnen aus und sorgten so für immer neue Situationen, auf die sich die Gladbacher Abwehr um ihren Kapitän Tony Jantschke einzustellen hatte. 

Dynamo Dresden zeigte heute von Beginn an, dass man den Einzug ins Halbfinale nicht ein weiteres Mal vom Nachgeplänkel am Grünen Tisch abhängig machen wollte. Nach Zuspiel von Brégerie setzte Dedic mit einem Schuss vom Strafraumeck unmittelbar nach Anpfiff das erste Ausrufezeichen. In den ersten Minuten kamen die Fohlen nicht zum Luftholen. Menz öffnete einen Angriff sehenswert diagonal auf Schuppan, der in der Mitte mit Dedic und Ouali zwei Abnehmer hatte. Letztlich war es der Franzose, dessen Schussversuch noch von einem Verteidiger der ganz in Grün auflaufenden Gäste geblockt wurde. Es entwickelte sich ein munteres Spiel, an dem Dynamo-Coach Olaf Janßen regen Anteil nahm. Gemeinsam mit seinem Co-Trainer David Bergner nahm der Krefelder vor der Bande Platz, um bessere Sicht aufs Spielfeld zu haben und seine Schützlinge auf dem Rasen direkt zu erreichen. Immer wieder korrigierte und motivierte Janßen die Spieler auf dem Platz.

Auch die nächste gute Chance blieb der Heimmannschaft vorbehalten: In der 14. Spielminute flankte Dedic von links auf seinen Sturmkollegen Müller, der die Pille kurz vor der Linie technisch einwandfrei herunterpflückte und für Koch auflegte. Dessen Schuss verfehlte den Kasten von Heimeroth knapp. M’gladbach hatte bis zur Mitte der ersten Halbzeit keine echte Chance zu verzeichnen. Eine Kombination über rechts wurde vom aufmerksamen Susac neutralisiert. Und der Kroate war es auch, der das erste Tor der Partie erzielte. Nach einer Ecke von Menz wuchtete der Innenverteidiger das Leder mit einem präzisen Kopfball ins rechte Angel und ließ Heimeroth keine Chance.

Danach passierte in der ersten Hälfte nicht mehr viel. Bis auf das 2:0 für Dynamo: Nach einer Eingabe von links brachte Müller den Ball aufs Gästetor. Der Gladbacher Keeper konnte nur abprallen lassen und Zlatko Dedic bugsierte das Spielgerät zur Freude der 11.178 Zuschauer mit Finesse und Köpfchen über Heimeroth in die Maschen.
 
Während Lucien Favre in der Halbzeit keine Veränderungen vornahm, wechselte Olaf Janßen auf zehn Positionen. Ins Tor rückte Nico Pellatz, die Innenverteidigung bildeten Adnan Mravac, der in der zweiten Hälfte auch die Kapitänsbinde trug, und U23-Spieler Gelicio-Aurelio Banze, der zu seinem ersten Einsatz bei den Profis kam. Toni Leistner und Thorsten Schulz sicherten die neuen Außenspieler Paul Milde und Marvin  Stefaniak ab, das Sturmduo hieß Amine Aoudia und Soufian Benyamina. Einzig Marco Hartmann blieb auf dem Feld, ihm zur Seite stellte Olaf Janßen mit Franz Pfanne einen weiteren U23-Spieler und Debütanten.

Der zweite Dynamo-Anzug machte von Beginn an etwas weniger Alarm als die ersten Elf, stand jedoch in der Defensive weiterhin sattelfest. Allerdings zeigte sich in der einen oder anderen Situation, dass der Abwehrverbund in dieser Form noch nicht zusammengespielt hatte. Kleinere Abstimmungsschwierigkeiten blieben vom Bundesligisten jedoch ungesühnt. So schickte de Jong in der 60. Minute Mlapa mit sehenswertem Direktspiel nach vorn, doch Pellatz pflückte ihm den Ball von den Füßen. Kurz darauf wechselte auch Favre zum ersten Mal und brachte drei frische Akteure. In der 66. Minute kam dann der erste größere Aufschrei aus dem ansehnlich gefüllten Gästeblock. Lukas Rupp setzte den Ball jedoch aus 18 Metern nur an die Latte. 

In der zweiten Hälfte erspielten sich die Fohlen ein Übergewicht, ohne jedoch für wirkliche Gefahr zu sorgen. Dynamo spielte bei Ballgewinnen schnell und schnörkellos nach vorne und hielt die Defensive der Favre-Elf immer wieder auf Trab. Kurz vor Schluss hatte Benyamina mit einem Vorstoß die Gelegenheit, das dritte Tor für die Schwarz-Gelben zu erzielen, zögerte jedoch mit einem Schussversuch und blieb anschließend in der Fohlen-Abwehr hängen. Unmittelbar danach war Schluss.

Mit einer verbesserten und kämpferisch überzeugenden Leistung zeigte die Mannschaft der Sportgemeinschaft beim Dynamo-Debüt von Olaf Janßen, dass in ihr Moral steckt. Die Leistung der Jungs wurde nach dem Abpfiff auch von den 11.178 Zuschauern mit Applaus bedacht. Nun gilt es, bis zum nächsten Punktspiel gegen Fortuna Düsseldorf weiter hart zu arbeiten, um auch in der 2. Bundesliga wieder in die Erfolgsspur zurück zu kehren.

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